Ulla Meinecke „Im Augenblick“

Buchvorstellung und musikalische Kostproben aus dem neuen Album am 14. November 2006, 19 Uhr im Saal der Glauchauer Sparkasse, Leipziger Str. 66-68

CD Cover der CD Im Augenblick

„Im Augenblick“ ist die schon lange überfällige Zusammenstellung aller Texte von Ulla Meinecke. Zu jedem Erscheinungsjahr ihrer Platten hat sie einen einleitenden Text verfasst, der den Liedtexten vorangestellt ist.

Der Leser taucht in das West-Berlin der siebziger und achtziger Jahre und in Ullas Vergangenheit ein: Ende der siebziger Jahre lernt sie den Fotografen Jim Rakete kennen, der sie Hertwig Mitteregger vorstellt – „ein schmaler Typ mit wirren Haaren“. 1980 erlebt Ulla Meinecke das erste „SPLIFF“-Konzert im Kant-Kino - in dem Jahr spielen dort auch die „Ramones“, „Joy Division“ und „The Cure“.

Wenig später läuft „Dallas“ im deutschen Fernsehen an und in Bonn gehen 300.000 Demonstranten gegen die Stationierung neuer Pershingraketen auf die Straße. In dieser Zeit begegnet sie Rio Reiser und Annette Humpe.

Ulla Meinecke erinnert sich an den Mauerfall am 9. November 1989 und beschreibt sehr rührend, wie sie vom Tod Rio Reisers erfuhr. Ein Buch zum Innehalten, aber auch zum Lachen, wenn sie erzählt, wie sie mit ihrem Pianisten Reinmar Henschke an einer räudigen Tankstelle im Ruhrgebiet hockt und sie die schlechtesten Bockwürste ihres Lebens essen.

Ergänzt wird das Buch um die besten Bühnengeschichten, die fester Bestandteil ihrer Konzerte sind: kleine, präzise Alltagsbeobachtungen über Menschen wie dich & mich und die Freundin oder den Freund, die wir so ähnlich auch kennen. Viele Fotografien, darunter zahlreiche Bilder von Jim Rakete, der Ulla Meinecke wie kein zweiter Fotograf über die Jahre hinweg eng begleitet hat, runden diesen Band ab.

Ulla Meinecke bekommt mit 11 Jahren ihre erste Gitarre geschenkt – sie spielt sich den Finger wund und beginnt mit 15 ihre ersten Texte zu schreiben. Zunächst verdient sie sich ihr Geld mit Gelegenheitsjobs, aber 1976 sucht Udo Lindenberg Musikerinnen für eine Frauenband. Das Demo-Band von Ulla Meinecke beeindruckt ihn so sehr, dass er sofort eine Solo-LP produzieren will. Noch im gleichen Jahr zieht Ulla nach Hamburg – Schreiben und Singen werden zum Beruf. Im September 1979 zieht sie von Hamburg nach Berlin, um sich eine eigene Band zu suchen. Mit der Platte „Wenn schon nicht für immer, dann wenigstens für ewig“ gelingt der Künstlerin 1983 dann der große Durchbruch.

Nun stellt die Sängerin und Dichterin ihr erstes Buch live vor. Freuen Sie sich auf einen Abend mit wundervollen Texten und einer Kostprobe aus ihrem neuen Album zusammen mit dem Gitarristen Ingo York.

Karten zu 8 Euro sind im Vorverkauf in der Bibliothek oder der Glauchau-Info erhältlich oder zu 10 Euro an der Abendkasse!

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